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  1. #11
    Avatar von Cocker
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    AW: Hund tötet einen anderen - kann man ihm vertrauen?

    Zu so einer "totbeiß-Geschichte": Mein mit Hündinnen verträglicher Joe hat damals fast eine Chi-Dame getötet. Die hatte sich auf meine angeleinten Hunde gestürzt und ist quasi ins offene Maul des überraschten Joe gelaufen.
    Der Chi hatte einen komplizieren Kieferbruch und es hätte schlimmer ausgehen können.

    Wer hat Schuld? Mein Joe, der angeleint auf einen unerwarteten Angriff reagiert hat? Die Beißmaus, die auf andere Hunde wie ein rotes Tuch wirkt? Der Chi-Halter, der mit Rollstuhl unterwegs war und dem die Flexi aus der Hand fiel? Ich, weil ich nicht schnell genug reagiert habe?

    Auf jeden Fall muss man nach so einem Vorfall den "Verletzungsbeißer" scharf im Auge behalten. In Deinem Rudel würde ich ihn nur mit Beißschutz rumlaufen lassen, bis Du ihm wirklich vertrauen kannst. Und den hysterischen Dackel würde ich noch schärfer beobachten.

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    AW: AW: Hund tötet einen anderen - kann man ihm vertrauen?

    Hast du schon mal die Tipps vom Hundeflüsterer gelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem!?

  3. #12
    Moderator Avatar von mottine
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    AW: Hund tötet einen anderen - kann man ihm vertrauen?

    Trotzdem, wie normal ist es für einen Hund in dieser Situation so zuzubeißen, dass der andere getötet wird?
    Ich sage da mal: weiß ja nicht was genau war: Größe, Alter, Gewicht des anderen Hundes. Wie hat er sich gewehrt? Wurde er einfach sofort richtig gepackt? Ein Biß kann auch schon tödlich sein, wenn er "sitzt". Einmal von oben in die Wirbelsäule, die Schlagader erwischt....und das muß nun nicht Tötungsabsicht gewesen sein, sondern kann auch nur sofort ungünstig erwischt gewesen sein.
    Weißte, wie ich das meine?

    Oder haben die beiden so lange ein Knäuel gebildet, bis einer tot am Boden lag? Mußte mit Gewalt getrennt werden?

    Ich finde, sowas gehört auch dazu. Und auch nicht vergessen, ein Staff beißt und packt anders zu, als ein Dobermann, ist einfach genetisch so.
    Mein Dobi biß blitzschnell mehrfach zu, wie eine Nähmaschiene, vor und zurück. Fügte zu, wurde selber nicht erwischt. Mein Staff packte, hielt, hing sein ganzes Gewicht in den Biß und schüttelte dann noch. Seine Verletzungen waren dadurch tiefer und schlimmer.

    Sorry, wenn ich so direkt erkläre, hört sich halt brutal an, aber für den Hund normal. Der Dobi schützt sich so vor eigenen Verletzungen indem er meidet, der Staff indem er hält.
    Man sagt ja immer, selten gehen Beißereien tödlich aus, aber wenn......ist es schrecklich. Und auch noch Tage danach kann der andere Hund sterben, an Schock oder Infektion.
    Also ohne dazu genaueres zu wissen, kann ich o.g. Zitat so nicht beantworten, nur das ein Hund, der verteidigt, es ernst meint, und dann so kämpft, das er Schaden zufügt, aber selber versucht, keinen Schaden davon zu tragen.

  4. #13
    Avatar von Murmelona
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    AW: Hund tötet einen anderen - kann man ihm vertrauen?

    Verstanden, Motte, und danke.

    Früher oder später werde ich mich dem Thema stellen müssen, aber vorerst nicht.

  5. #14
    Moderator Avatar von mottine
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    AW: Hund tötet einen anderen - kann man ihm vertrauen?

    Ich danke auch, weißt ja, in meinem Kopf ist es mir klar, aber die Worte für andere sind oft umständlich. Dann kam´s verständlich rüber, merci.

    Vielleicht was für Dich: als ich Aladin, Dobermann, übernahm, durfte er alles, weil die Leute ihn erst süß fanden, dann mal Verbote aussprachen, er knurrte.....oh, Angst......er dann gar nicht mehr knurrte, sondern gleich richtig zubiß, und zwar immer dann, wenn ihm was nicht paßte.

    Und das war dann so heftig, das die damals 14jährige Tochter nicht mit ihm alleine in einem Zimmer bleiben konnte, aus Sorge!

    So heftig, das er im Bett lag, die Leute auf dem Sofa.

    So heftig, das er (damals noch erlaubt) ein Tele trug, weil man nur so verhindern konnte, das er Menschen angriff, wenn ihm was nicht paßte. Bsp: Halter ging mit ihm Gassie. Hund auf anderer Straßenseite, er kam nicht ran und ging seinen Halter an, trotz Maulkorb brach er ihm das Handgelenk. Mit Tele blieb er nur agro in der Leine.

    So heftig, das es mein erster Hund war, mit dem ich nicht in einem Zimmer schlafen wollte, vor diesem Hund wollte ich nicht liegen. Er lag im Flur, meine Tür war immer geschlossen, lag ich im Bett!

    So heftig, das trotzdem dies passierte, weil ich ohne Tele blieb: ich hatte damals einen Flur, lang und schmal, gut 6m. Vorn die Haustür, hinten mein Wohnzimmer. Da lag Puma, also nochmal gut 3m von mir weg. Im Wohnzimmertürbereich zog ich meine Schuhe an. Aladin stand an der Haustür, weil es gleich losging und kratzte an ihr.

    Ich sagte in ganz normalem Ton: Ali, hör´ doch auf...….und das langte schon, das er sich umdrehte, seinen Schrei machte.....er schrie dabei immer, als stünde ihm einer auf dem Fuß.....und auf mich losging...….und noch bevor er mich hatte....ich war ja noch in gebückter Haltung, band ich meine Schuhe zu......war Puma zu Stelle und die beiden waren ein Knäuel.

    Knurren, bellen, beißen, alles voller Blut......ich konnte sie nicht trennen......dazwischen ging auch nicht......kreischen eh nicht.....ich mußte, so heftig es war, ins Wohnzimmer, Tür zu, mich von ihnen trennen, um anzuzeigen: kein Grund mehr.

    Dann zum TA, beide mußten getackert werden, Puma hatte aber mehr Glück, da sie felliger war, mehr "Kampferfahrung" hatte, wußte, wie sie packt, hält, ohne "Tötungsabsicht"......Aladins Verletzungen waren eher, weil er sich rauswinden wollte, so Fell/Haut riß.
    Hätte Puma es ernst gemeint...oder wie der TA sagte, Aladin hat gemerkt, hätte er richtig Gegenwehr geleistet und nicht "nur abgewehrt", wäre er auch nicht mehr...….er hatte sich selber zum ersten Mal unterworfen, Schiß, wollte raus da.....

    Aber seitdem war Aladin ein Lamm! Auffällig war aber: die ersten Monate, wenn ich was tat, sagte, mit ihm machte, war immer sein erster Blick zu Puma, die ihn ununterbrochen fixierte......mit ihr fühlte ich mich sicher, denn sie hätte jede Aggression zu mir bemerkt, noch bevor er geblinzelt hätte...….

    Es gab nie mehr einen Vorfall, weder bei mir, noch später, als nach langer Zeit die Eigentümer ihn zurücknahmen, er dann nur noch zur Betreuung war. Er wurde 11.

  6. #15
    Avatar von Murmelona
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    AW: Hund tötet einen anderen - kann man ihm vertrauen?

    Fazit von der Story? Puma hat ihm eine Lektion erteilt, wie ein Mensch das nie kann.

    Als Legassi, der Gasthund, der Peaches getötet hat, war mein erster Gedanke, Zeus auf sie loszulassen. So gemein wie sich das anhört. Aber mein Dazukommen hat gereicht, sie hat die Kleine ausgespuckt, erkannte wohl, dass es ihr jetzt an den Kragen gehen könnte. Meine Chancen waren zwar gering, aber hinter mir stand die Hundemeute, die hätten sie in der Luft zerrissen, wenn sie mich angegriffen hätte. Für Peaches war es zu spät.

  7. #16
    Moderator Avatar von mottine
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    AW: Hund tötet einen anderen - kann man ihm vertrauen?

    Genau, ohne Puma hätte es für mich übel ausgehen können. Sie hat ihm absolut hündisch und zeitnah gezeigt, wer das sagen hat. Ein für alle mal. Aber möchte ich auch nicht mehr so erleben.

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