1. #1

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    Ressourcenverteidung gegen andere Hunde

    Hallo ihr Lieben,

    wie ihr seht, bin ich neu hier. Ich habe eigentlich schon länger ein Anliegen, war auch schon bei Hundetrainern, aber so richtig weiß ich trotzdem nicht weiter und habe gedacht, ich frage mal hier nach, vielleicht hat jemand hier Erfahrung damit. Ich glaube der Text wird sehr lang, manchmal fällt mir kurz fassen einfach schwer, es tut mir Leid und danke an jeden der es liest .

    Ich habe eine kleine, wahrscheinlich Chihuahua, Mischlingshündin, sie ist 5 Jahre alt. Sie kommt aus Spanien und kam ca mit 5 Monaten zu mir. Ich habe mein Leben lang Hundeerfahrungen und bin tiergestützte Pädagogin, also habe grundsätzlich viel Ahnung von Hunden und im Prinzip weiß ich irgendwie auch, was man tun müsste, aber ich weiß nicht wie ich es umsetzen kann usw. Habe hier meinen blinden Fleck.

    Patches ist von Anfang an bei mir, sie hatte immer viel Kontakt mit Hunden und ihre ersten 3 Lebensjahre hat sie auch mit einer anderen kleinen Hündin, Familienhund, zusammen
    gelebt. Dies hat soweit gut geklappt, es gab auch mal Stress, weil Patches eben Ressourcen verteidigt und Lola hat sich auch mal gewehrt, aber eher selten.
    Patches verteidigt das was ihr wichtig ist, das kann ein trocknes Brötchen sein (natürlich will das jeder haben, ihrer Meinung nach), ihre Box ganz massiv (kann ich auch verstehen und das ist auch in Ordnung, dass sich da kein Hund nähern soll, weil sie ja keine Fluchtmöglichkeit hat, wobei hier ihr Radius auch sehr groß ist), aber eben auch jeden Raum (auch draßen ein Stück Strand), wo sie länger als 5 Minuten ist.

    Seit 2,5 Jahren lebe ich mit Patches alleine und seit dem wurde es noch schlimm, was Besuch bei uns angeht. Draußen sind Hunde super oder eben nicht interessant (außer wir verweilen länger wo, zum Beispiel Richtung Picknick oder am Strand, dann gehört es ja wieder ihr). Und dann wird Patches böse. Sie warnt die Hunde (meistens) vor, aber das tut sie schon, wenn sie nur am Raum vorbei gehen (Abstand von 4 Metern) und wenn sie in ihren immer unterschiedlichen Radius eintreten, dann stürzt sie auch nach vorne. Meistens hat sie Glück und die Hunde denken nur: Huch, ich geh dann eben mal; aber sie war auch schon im Maul eines Labradores (sie hat ihr einfach mal gesagt, es reicht, ist aber nichts schlimmeres passiert) und beeindrucken tut Patches das nicht.
    Ähnlich verhält es sich übrigend mit kleinen Kindern; da reagiert sie wie auf andere Hunde, ich schätze bis zum Alter von 6 Jahren. Bei älteren Kindern ist sie bombatisch, ich nehme sie ja immer mit zu meiner Arbeit und da ist sie der liebste Hund und würde die Kinder nicht anknurren.
    Mein Hauptproblem ist das üben; ich habe eher unregelmäßig Hundebesuch. Meine Mutter könnte vielleicht mit ihrer Hündin regelmäßig kommen, aber diese ist erst frisch eingezogen und es ist einfach noch nicht abschätzbar, wie sie auf solche Situationen reagieren würde, wenn Patches böse wird. Ich wüsste auch nicht, wer mich da regelmäßig besuchen könnte.

    Ich denke Patches ist hier einfach extrem unsicher und hat eben Angst und Angriff ist eben die beste Verteidung. Ich denke sie bräuchte mehr Sicherheit, wobei ich nicht weiß, wie ich ihr die noch mehr geben sollen, wir haben eine gute Bindung, außer eben in diesen Situtationen, da reiche ich wohl nicht als Sicherheit.

    Vielleicht hat jemand von euch Erfahrung was das angeht, geht auch in Hinblick darauf, dass ich wohl in den nächsten Jahren selbst Kinder bekommen werde und es gerne jetzt schon mit ihr hinbekommen würde, dass sie keine Angst vor kleinen, sich komisch bewegenden Kindern hat. Und ich würde mir auch wünschen, dass meine zwei Nichten und Freunde mit Hunden mich besuchen kommen können, ohne das ich mit einer Katastrophe rechne (werde ihr auf jeden Fall einen Maulkorb besorgen, weil ich dann vielleicht nicht mehr soo eine Unsicherheit in diesen Situationen ausstrahlen werde).
    Aber vielleicht hat jemand konkrete Trainingstipps oder Ideen, bin für jede Idee dankbar.

    Vielen Dank fürs Lesen.

    Grüße
    Mara

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  3. #2
    Moderator Avatar von mottine
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    AW: Ressourcenverteidung gegen andere Hunde

    Hoffe habe nichts überlesen.
    Das geht also schon seit Jahren so, schwer, weil Du nun erst was machst, nicht gleich sofort.

    Wichtig wäre mir: zuhause alles weg, was sie meint, verteidigen zu müssen. Zuweisung auf einen festen Platz, nur da bekäme sie ach Kauartikel, da wird sie auch nicht gestört. Evt. Gewöhnung an eine Box, was den Vorteil hat, man muß nicht immer wieder auf den Platz korrigieren und kann auch mal ohne Angst, das was sein kann/könnte, das Zimmer verlassen.

    Box als Sicherheit, muß kein Dauerzustand werden, aber als Trainingshilfe.

    Wenn aber auch das, was Du sagst, mit dem Labbi sie nicht beeindruckt hat, ist sie entweder sehr hart im Nehmen oder hat nie so ganz gelernt/kapiert, die Hundesprache zu verstehen, reagiert über udn begibt sich so auch in Gefahr, weil sie sich selber nicht zurück nehmen kann, den anderen nicht versteht, kann auch mal böse enden.

    Ähnlich bei kleinen Kindern, die sie ja nicht ernst nimmt, erst wenn sie erwachsener wirken.
    Auf der Arbeit: kann das auch am anderen Umfeld liegen? Weil das nicht ihr Revier ist? Bist Du dann anders, weil Du nicht willst, das sie sich so aufführt, könnte ja Ärger mit dem Chef geben?
    Nur laut gedacht.

    Wäre gut, wenn Du eine Situation mal genauer beschreiben könntet: wie sie abläuft, Körpersprache etc., denn Angst, wie Du sagst, muß es ja nicht sein, es kann Unsicherheit, Dominanz (im Sinne von: ich will, was ich will, also machst Du das auch) sein.........

  4. #3

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    AW: Ressourcenverteidung gegen andere Hunde

    Vielen Dank für deine Antwort, werde gleich mich auch noch bei den neuen Mitgliedern vorstellen.

    Also Spielzeuge und Kausachen sind alle weg, wenn Besuch kommt, darauf achte ich immer. Problem dabei ist...ihr gehört wohl dann alles. Box ist sie gewöhnt, von Klein auf, mag sie auch ziemlich gerne, aber sicher fühlt sie sich dort dann auch nicht drin, da dürfen sich die Hunde nicht nähern (und wir reden hier teilweise von einem 2 Meter Radius, was in einer Wohnung eben nicht umsetzbar ist). Klar könnte sie dann nichts tun, wenn sie in der Box ist, aber sie hätte ja jedes Mal ein Erfolgserlebnis sozusagen, weil der Hund ja dann geht...Was Besuch angeht ist das natürlich eine Lösung, um entspannter zu sein, wobei da dann auch das nächste Problem kommt, das sie ja immer dabei sein will im Trubel und nicht zur Ruhe kommt und mir aufgrund dessen schon eine Stoffbox kaputt gemacht hat., habe mittlerweile auch eine feste, also das wäre nicht das Problem, weiß nur nicht, ob sie dann etwas "lernen" wird und belohnen in dieser Box ist schwer, weil man die Körpersprache und die Feinheiten (wie Lefzen hochziehen) eben nicht so gut sehen kann. Also wie würdest du die Box als Trainingshilfe nutzen?

    Also ich würde sagen, sie ist hart im Nehmen. Draußen ist sie nämlich super was Körpersprache angeht. Sie durchschaut Hunde sofort, wie die ticken und verhält sich entsprechend (auch hier wird mal gezickt von ihrer Seite, aber das wenn die Anderen zu aufdringlich sind). Sie hat sich bei einem Hund auch schon mal direkt auf den Rücken geworfen und ihm damit mal Hundekontakt ermöglicht. Sie beschwichtigt hier auch immer sehr ordentlich, wenn es zu einer Begegnung kommt. Problematisch wird es draußen, wenn wir eben länger an einem Ort sind, dann gehört er ihr.

    Also die Kinder von der Arbeit waren auch schon bei mir zu Hause und das einzige inwieweit ich anders bin, ist das ich entspannter bin, aber eben, weil ich mich dort 100% auf sie verlassen kann. Die Kinder sind auch nicht immer sooo nett zu ihr, also da wird hinterher gekrabbelt, was ihr nicht gefällt und ich greife ein, aber da hat sie noch nie anderes Verhalten als Beschwichtung gezeigt.

    Beschreibung einer Situation: Also bei Hunden die sie länger kennt, dauert es auf jeden Fall bis sie "böse" wird, hier warnt sie in der Regel auch "nur", also die Leftzen werden hochgezogen und dann wird sie von mir auf ihren Platz geschickt. Bei nicht so bekannten Hunden drängt sie sich selbst in eine Ecke, also geht unter den Tisch der an der Wand steht und beobachtet sie genau, auch hier wird oftmals erstmal mit Beschwichtigung von ihr gearbeitet (aber nicht immer), wenn der Hund ihr zu nahe kommt (der Radius wechselt) und es kann hier auch schon zu nah sein, wenn der Hund durch den Flur läuft, dann prescht sie nach vorne mit Zähne fletschen und "gemecker", ist komplett angespannt in der Körperhaltung und geht dann wieder weg. Die Hunde verziehen sich dann natürlich auch und trauen sich auch nicht mehr in den Raum. Gebe ihr immer den Rückzugsort des Schlafzimmers, wo die anderen nicht reindürfen, aber sie will eben dabei sein.
    Wegen der Angst, damit meinte ich Unsicherheit und sicherlich ist auch ein Teil von "Dominanz" ein Thema, weil sie eben ihren Willen durchsetzen will. Ich denke daran zu arbeiten, also an der Dominanz ist in Ordnung, aber die Unsicherheit weiß ich nicht, wie ich sie ihr nehmen soll, weil ich eben nicht ganz durchschaue, was sie an den Situationen verunsichert.

    Werde demnächst auch erneut Kontakt zu einer Hundetraininern aufnehmen, aber ich wollte schon mal Grundideen bekommen von Menschen mit Erfahrungen .

  5. #4
    Moderator Avatar von mottine
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    AW: Ressourcenverteidung gegen andere Hunde

    Und, hat sich was im Training ergeben?

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