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  1. #1
    Avatar von Murmelona
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    Infiltratives Lipom

    Lipome kennen wir ja alle (oder die meisten von uns), das sind zumeist klar definierte "Fettblasen", die meistens nur optisch störend sind und nur selten entfernt werden müssen. So kannte ich das. Bis jetzt.

    Unser Bubba, inzwischen neun Jahre alt und Miniature Pincher (Rehpinscher), entwickelte eine Fettansammlung am Hinterbein. Bubba hatte als Welpe einen Oberschenkelhalsbruch und kann seither (oder will) das rechte Hinterbein kaum benützen. Das Lipom entwickelte sich links. Vor zwei Jahren ließen wir es weg machen, weil
    es drohte, sich auf das Knie auszuwirken.

    Der TA operierte vor 18 Monaten und stellte zwei Dinge fest: Das Lipom war tief verzweigt und wuchs um Adern und Muskeln herum, war also nicht klar definiert. Zweitens, der Puls fiel auf fast unter 40 und das war das Alarmzeichen. Er brach die Operation ab.

    Das Lipom wuchs erneut. Nun hat das Ding auch einen Namen: Infiltratives Lipom. Da es ins Gewebe hineinwächst, kann man es nicht leicht entfernen, es kommt immer wieder. Es gibt auch eine krebsvariante, das Liposarkom.

    Unser TA verwies uns an die Tierklinik, wo ein "Certified" Chirurg arbeitet, in der Hoffnung, er könne es entfernen. Der will zuerst ein CT (was Sinn macht). Ich fragte auch nach weiteren Behandlungsoptionen und er verwies zur Uniklinik. Ich gewann den Eindruck, dass er meint, Bubba wäre dort besser aufgehoben. Die bieten Bestrahlung an, das einen gewissen Erfolg hat. Allerdings koste die Chose an die 10.000 Euro und die haben wir nicht (und auch keine Versicherung für den Herrn). Daher entschlossen wir uns, bis ins Frühjahr zu warten (dann wäre Geld da) und nur eine kleine Operation durchführen zu lassen, um so viel Fett wie möglich zu entfernen. Bubba zeigt nämlich inzwischen Schwierigkeiten beim Laufen.

    Also zweiter Versuch: Bubba konnte nicht betäubt werden. Der TA (nicht der von der TK) brach ab aus Angst, er bringt den Hund um.

    Was jetzt? Hatte jemand von euch schon einmal so etwas oder davon gehört?

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    AW: Infiltratives Lipom

    Hast du schon mal die Tipps vom Hundeflüsterer gelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem!?

  3. #2
    Moderator Avatar von mottine
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    AW: Infiltratives Lipom

    Oh je......ich kenne infiltratives Lipom als gutartig, aber wuchernd/kommt auch schnell wieder. Oft wuchern sie in die Tiefe und können Muskeln/Bindegewebe schädigen.
    Ein Liposarkom wäre bösartig, daher verstehe ich die Chemo nicht so ganz.

    OP scheint ja auch wegen der Narkose ein Problem zu sein. Ich hatte das leider auch schon und ließ nur operieren, wenn das Lipom störte, wie z.B. direkt an den Rippen, wurde größer, dann "schabte" der Ellenbogen und der Hund lief somit in Fehlhaltung. Sonst sieht´s halt nur häßlich aus.

    Also wirklich abklären, was es nun ist. Und, hoffe drücke mich nicht ungünstig aus, Chemo beim Hund heilt nicht, wie bei Menschen, aber kann die Lebenszeit verlängern. Oft aber nur Monate, ein Jahr.

    Frage hier mal nach.

  4. #3
    Avatar von Murmelona
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    AW: Infiltratives Lipom

    ich wollte eure Erfahrungen mit dem Mist hören. Chemo heilt eh nie (auch nicht Bestrahlung), du versuchst nur, so viele Krebszellen wie möglich zu zerstören, um die Rückfallwahrscheinlichkeit zu reduzieren. Chemo funktioniert bei den Fettzellen aber nicht.
    Bestrahlung braucht auch klare Grenzen gut/böse, aber das bekommst du bei dem Mist nicht.

    Wie gesagt, ich kannte nur normale Lipome, aber infiltrative nicht. Aber ich fürchte man kann auch alternativ nix machen.

    Ach Menno.

  5. #4
    Moderator Avatar von mottine
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    AW: Infiltratives Lipom

    Ich hatte sowas doch auch schon erleben müssen, ist länger her, aber außer das es immer größer wurde, sehr in die Tiefe ging, Hund später auch mal lahmte (hier konnte aber auch das Alter noch mitgespielt haben) wurde nach der ersten OP nichts mehr gemacht. Kam ja eh sehr schnell wieder.
    Hund wurde damit aber 13 Jahre alt, sah nur komisch aus, mit dieser Beule.

  6. #5

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    AW: Infiltratives Lipom

    Hallo.. ich bin neu hier...und wir haben seit 8 Monaten einen Namen für das was wir nie wollten...
    infiltratives Lipom....
    meine Rübe wurde Anfang des Jahres operiert...
    jetzt wird es immer schlimmer und immer grösser..es betrifft das linke Hinterbein und zieht sich immer weiter nach oben...
    jetzt haben wir einen neuen großen Knoten entdeckt...
    wir wissen nicht was wir machen sollen unsere TA hat uns empfohlen nach München in eine Spezial Klinik zu fahren....und weiteres Vorgehen zu besprechen....
    ich bin so im Zwiespalt da es meiner Rübe nach der op nicht gut ging.....
    ich hab einfach Angst

  7. #6
    Avatar von Murmelona
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    AW: Infiltratives Lipom

    Hallo!
    Da sollte ich wohl weitererzählen. Bubba kam in die Spezialklinik mit einem Chirurgen, und der hat zuerst ein CT gemacht und dann operiert. Das war im Oktober letzten Jahres. Der Tierchirurg (oder wie man das nennt) hat super Arbeit geleistet. Er konnte nicht alles entfernen, denn ein Teil der Fettzellen hatten sich um den Ischiasnerv gewickel, die zu entfernen war zu riskant. Trotzdem, toi toi toi, ist der Mist bisher noch nicht oder kaum merklich zurück gewachsen, und Bubba läuft wieder normal.

    Wenn es wieder auftritt, dann wird halt noch einmal operiert. Eine Alternative sehe ich nicht.

    Fantafee:

    Lass einen Spezialisten der Chirurgie ran. Ich halte viel von unserem TA, und auch, weil er ehrlich genug war, zuzugeben, dass er hier überfordert ist.

    Es gibt die Möglichkeit der Bestrahlung, allerdings sind die Ergebnisse nicht eindeutig (Universität North Carolina in Raleigh) und auch eine Klinik in Deutschland (Uni Tübingen) hat dazu Versuche angestellt.
    Man reduziert die Fettmasse durch Operation und bestrahlt den Rest. Auch hier gibt es keine hundertprozentige Garantie.

    Mein Rat daher: Geh zur Tierklinik, lasst euch beraten.

    Wird schon.

  8. #7
    Avatar von Murmelona
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    AW: Infiltratives Lipom

    Update:
    Kaum geschrieben, hat sich bei Bubba das Lipom rasant erneut entwickelt (Juli-Oktober). Seit Oktober haben wir das Futter auf kalorienarm mit weniger Fett umgestellt und geben ihm Kurkuma. Seitdem ist das Wachstum deutlich verringert, wir haben Hoffnung, eine dritte Operation so weit wie möglich hinausschieben zu können.

  9. #8
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    AW: Infiltratives Lipom

    Oh man, ihr kommt ja hier mit Sachen.

    Auf deutschen Tierschutzseiten wird so manches mal auch für Privatleute nach Spenden gesucht, um so eine OP machen zu lassen. Gibt es das in den USA auch? Da wird dann der Fall vorgestellt, samt Bild etc. und dann die bitte um Spenden. Bei einem 9jährigen Hund wäre das ja noch erfolgsversprechend. Nur für den Fall, dass es doch dringender wird.

  10. #9
    Avatar von Murmelona
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    AW: Infiltratives Lipom

    Danke für den Hinweis! Das gibt es in den USA auch, ich glaube sogar, es gab es dort schon bevor es in D Einzug gehalten hat.

    Die letzte OP hat 2500€ gekostet, inklusive ein MRI. Die erste nur 600€. Teures Hundi.

  11. #10
    Avatar von Hope
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    AW: Infiltratives Lipom

    Hallo,

    tut mir leid, das dieses infiltratives Lipom wieder gekommen ist beim Bubba.
    Mein alter Fips hatte bis jetzt nur ein normales Lipom bei den Rippen. Es war bei ihm nicht direkt unter der Haut, sondern unter der Faszie. Deshalb war es gut, das wir es operiert haben lassen, es hätte sich sonst in die Rippen rein gedrückt. Bei ihm ist es bis jetzt noch nicht wieder gekommen, ist ca. 1 1/2 Jahre her. War aber auch gut in einem zu entfernen.

    Ich wünsche euch, das ihr das i.Lipom mit der Futterumstellung und dem Kurkuma noch länger in Schach halten könnt.

    Lg. Michaela

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