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  1. #1

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    Unklare Krankheit / Achtung lang...

    Ich (und meine Tierärztin) treten momentan auf der Stelle, was die Krankheit meines ca. achtjährigen Rottis angeht und vielleicht hat ja jemand noch ein paar Tips und/oder Ideen für mich.

    Kurz mal zu den Fakten: er ist aus dem Tierheim, seit ca. einem halben Jahr bei mir war vorher nur bei einem Besitzer. Soll in der Vergangenheit nicht auffälig geworden sein. Er ist ein selbstbewußter (schreibe jetzt mal nicht dominant, habe ja dazu gelernt...), kastrierter Rüde.

    Anfangs war alles prima, nur hat er ein Problem mit kleinen, bellenden Hunden und sehr vielen Rüden. An diesem Problem arbeiten wir mit Geduld und Leckerli. Anfangs auch mit Trainer, habe nur kurzzeitig ausgesetzt, durch den Krankheitsverlauf. (werde aber wieder anfangen, wenn ich weiß, was der Hund hat)

    Bisher war er topfit, voller power, nur das er nach einem super langen Spaziergang mit den Hinterbeinen etwas geschlürft ist.

    Es fing damit an, daß er sich die Krallen (vorne und hinten aufgebissen hat, so daß man schon das Fleisch gesehen hat. Kurz darauf sind
    ihm aus heiterem Himmel die Hinterbeine beim Gassi gehen weggeknickt, er hat sich auf die Wiese gelegt, vor Schmerz gejault und ich hatte Mühe, ihn wieder nach Hause zu bekommen. Es wurde nicht besser, so daß ich zum Tierarzt gegangen bin.

    Anfangs dachten wir eine Zerrung o.ä. liegt vor.
    Naheliegend war in dem Alter auch auf HD/Arthrose zu röntgen. Ich dachte, er stirbt nach der Narkose, so dreckig ging es ihm (fällt also zukünftig flach). Heraus kam, daß er eine Hüfte wie ein junger Hund hat und von Arthrose keine Anzeichen. Bandscheibe scheint auch okay. Das große Blutbild gab auch keinen Aufschluß, da war alles in Ordnung. Trotzdem ist er kaum noch gelaufen. Die Röntegenbilder hat sich nicht nur meine TA angesehen, auch noch ein Knochenspezialist und da war alles okay.

    Er bekam vier Spritzen (jede Woche eine) die entzündungshemmend sind, einmalig eine Cortisonspritze und Rimadyl+Traumeel. Damit war er topfit und hyperaktiv (vermute durch das Cortison?). Nach einiger Zeit hatte sich dann alles wieder auf "Normalzustand" eingespielt und wir haben versucht das Rimadyl (Schmerzmittel) zu reduzieren und dann ganz abzusetzen um zu sehen, wie er läuft. Kein Problem, auch ohne lief er noch normal. Aber genau zu diesem Zeitpunkt hat er auch unerklärlichem Grund und ohne Vorzeichen eine Frau in die Hand gebissen (nicht schlimm und ich geh da jetzt auch nicht lange drauf ein, geht ja um die Krankheitsgeschichte, da kommt aber sicher noch einiges auf mich zu. Hund war angeleint und die Frau ging ganz dicht dran vorbei). Auch war er an dem Tag sehr zickig allen Hunden gegenüber und er hat sich (erst später) die Hinterpfoten aufgebissen, was ja ein Anzeichen für Schmerz sein kann. Habe dann sofort wieder mit dem Rimadyl angefangen. War auch alles soweit wieder okay. Ich muß dazu sagen, er war vorher nie agressiv/zickig Menschen gegenüber!

    Jetziger Stand ist, daß er trotz Schmerzmittel (was er vorher mit den Tabletten nicht gemacht hat) an seinen Krallen kaut, er extrem sabbert (hat er vorher schon durch die Hängeleftzen, aber jetzt extrem und auch etwas schaumig), total gestresst ist und leichte Schuppen hat. Das Fell ansich ist aber okay und glänzend. Er läuft auch nicht mehr so weit, wird dann sehr langsam, aber er läuft normal mit den Beinen. Auch knurrt er öfter Leute an und selbst Hündinnen, mit denen er bisher super gespielt hat.

    Das Ganze geht jetzt ein paar Wochen, kann es sein, daß man nach so kurzer Zeit die Dosis vom Schmerzmittel schon erhöhen muß??? Er wiegt 40 Kilo und bekommt zwei Tabletten Rimydyl pro Tag (100er)

    Hatte noch den Verdacht auf Borreliose - aber Fehlanzeige, dazu fehlten auch fast alle Anzeichen, außer das mit den Beinen.

    Bin dazu übergegangen, überwiegend in den Wald zu fahren, damit er vom Streß runterkommt. Aber das ist in einer Großstadt auch nicht viermal täglich möglich.

    Sorry für den langen Text, aber vielleicht hat ja irgend jemand eine Idee, was ich genau noch untersuchen lassen könnte ohne weiter "auf blauen Dunst" an die Sache ranzugehen. Blöd ist, daß er die Narkose nicht verträgt.

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  3. #2

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    AW: Unklare Krankheit / Achtung lang...

    Was fütterst Du dem Hund?

    Sind Ultraschll Aufnahmen der Organe gemacht worden?

    Nierenprobleme (habe ich gerade gestern erst, in einem ernährungstechnischen Zusammenhang gelesen) äußern sich beispielsweise auch mir aufgebissenen Gelenken und Pfoten....

  4. #3

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    AW: Unklare Krankheit / Achtung lang...

    Er bekommt Senior Trockenfutter von Bosch oder Royal Canin. Auch schonmal gewechselt, um zu sehen, obs am Futter liegt. Zwischendurch immer mal Selbstgekochtes (Reis, Huhn, Gemüse) und ein Schweineohr, sowie Leckerlis zum Üben. Übergewicht hat er nicht. Wunder mich immer, wieviel er frist ohne auch nur ein Gramm zuzunehmen. Was mir noch aufgefallen ist, er trinkt vermehrt (Zucker ist ausgeschlossen) und würgt oft nach dem Trockenfutter, als wenn was im Hals steckt. Weiche es seitdem immer etwas ein.

    Ultraschall ist noch nicht gemacht worden. Macht man da einen Rundum-Check? Kenne es nur von meinem alten Hund, da wurde nur auf Herz getestet. Sieht man die Nierenwerte nicht im großen Blutbild? Dann wäre das auch noch ne Möglichkeit.

  5. #4

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    AW: Unklare Krankheit / Achtung lang...

    Nierenwerte sieht man eigentlich schon im großen Blutbild, aber wohl erst sehr spät. Symptome treten oft schon vorher auf.
    Ich habe jetzt nciht so die Ahnung von Diagnostik bezügl. Nierenprobleme, das ist mir nur eben eingefallen, weil ich das wirklich ganz frisch gestern erst gelesen hatte.


    Wenn er so viel frisst ohne zuzunehmen... von welchen Mengen sprechen wir denn da?

    Und wie sieht der Output aus? So toll kann der ja nicht sein, wenn der Hund so viel in sich reinstopfen muss und offenbar zu wenig verwertet....
    Wie lang hast Du denn Schonkost am Stück gefüttert? Nur ein zwei Tage, oder auch schon länger?
    Misst Du regelmäßig Fieber?
    Wie lange genau schleppt der Kerle sich denn schon mit der Krankheit rum?

    Zur Borreliose fällt mir nur ein, dass die Symptome SEHR vielfältig sind und nur ein Bluttest wirklich Aufschluss geben kann.
    Da würde meiner Meinung nach durchaus mehr dazu passen. Zu Borreliose Symptomen gehören z.B. Gelenkschmerzen, dazu würde auch das Aufbeißen der Pfoten passen. Mir ist aus Deiner Aussage jetzt nicht ganz klar, wie weit die Diagnostik in diese Richtung ging. Nur auf den Symptomen würde ich mich nicht ausruhen.

    Im Übrigen werden Röntgen Aufnahmen bei uns nicht unter Narkose gemacht. Die Hunde bekommen irgendein Gel das ausreichend sediert. Ich weiß aber jetzt nicht wie das Zeuch heißt.... Die pennen dann noch den halben Tag und sind danach wieder fit. (Nur mal so am Rande)

  6. #5

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    AW: Unklare Krankheit / Achtung lang...

    Hallo,

    Schonkost habe ich über zwei Wochen ausprobiert. Sooo große Mengen frisst er nicht (Trockefutter), aber schon jeden Tag ein Schweneohr etc. und Würstchen/Käse zum Üben draussen. Schon mehr als am Anfang, so daß ich dahcte, er hätte zwei / drei Kilo mehr, aber jetzt auch nicht aussergewöhnlich viel. Der Kot ist oft etwas weich, aber nicht übermässig und farblich normal. Er macht schon seine vier Haufen am Tag...

    Zur Borreliose habe ich geschrieben ausgeschlossen, weils am Blut getestet wurde.

    Von dem Gel hab ich bis jetzt noch nichts gehört, da werd ich mal nachfragen. Haben es erst mit einer leichten Narkose versucht, hat aber leider nicht ausgereicht. BEi Röntgen auf HD muß er ja ganz ruhig auf dem Rücken liegen.

    Fieber wird regelmäßig gemessen.

  7. #6

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    AW: Unklare Krankheit / Achtung lang...

    Ach ja, ganz vergessen, daß Ganze geht ein paar Wochen so. Aber zwischenzeitlich war es mit den Medikamenten super. Scheint aber nicht mehr richtig zu wirken, außer das er gut (aber wenig) läuft.

  8. #7
    Avatar von Hermine
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    AW: Unklare Krankheit / Achtung lang...

    Rücken?

    Extreme Futter-Allergie?

  9. #8

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    AW: Unklare Krankheit / Achtung lang...

    Rücken ist okay lt. Röntgenaufnahme. Allergie hab ich auch schon dran gedacht, aber das beeinträchtigt ja nicht das Laufen, oder? Die Beine sind ja anfangs hinten richtig weggebrochen. Futterallergie kann man nur mit dem Ausschlußverfahren herausfinden, oder? Werde aber auch nochmal zu einem dritten Arzt gehen und Ultraschall machen.

    Kennt jemand "sanfte" Narkosen, die bei Hunden angewendet werden???

  10. #9
    Avatar von Hermine
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    Ehrlich gesagt - so wie Du das schilderst -

    ist denn an der Wirbelsäule ein CT gemacht worden? Ich bin da nicht die Expertin - aber "nur" mit Röntgen und Schallen wird man nicht weit kommen

    ich hab das ja selber nicht glauben können -
    bis ich selber nach Gießen gefahren bin in die Unitierklinik, weil ich nie eine klare Diagnose bekam wegen einer sehr leichten Lahmheit

    dort war schnell der Befund da

    die Betreuung war klasse

    Rechnung sehr mäßig

    die kennen bestimmt auch eine Lösung für die Narkose

  11. #10
    Avatar von Wiesie
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    Richtig. Wenn der Hund was an der Wirbelsäule hat, muß es ja keine Bandscheiben- oder Knochengeschichte sein. Was Anderes sieht man aber ja auf dem Röntgenbild nicht.

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