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    Avatar von Tiarvi
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    Züchter, Vermehrer, Dissidenz… Woher hole ich mir einen Welpen?

    Weil in einem anderen Thread das Thema aufkam und es wirklich etwas ist, das mir am Herzen liegt. Hier nun der neue Thread dazu.

    Wenn ich mir einen Hund ins Haus hole, dann wünsche ich mir einen Gefährten, ein Familienmitglied, das nach Möglichkeit ein langes, gesundes und glückliches Leben bei mir Verbringen soll.
    Die Option, einen Hund aus dem Tierheim zu holen, lasse ich bewusst außen vor. Natürlich gibt es den seriösen Tierschutz und es gibt unseriösen Tierschutz, aber damit könnte man mit Leichtigkeit einen anderen Thread zum Bersten bringen.
    Mir geht es hier eher darum, aus welchen privaten Quellen man seinen Welpen bezieht.

    Soll bei mir ein Welpe einziehen, so obliegt mir bei der Auswahl nicht nur die Verantwortung für meinen Geldbeutel und meine Familie, sondern auch für das Individuum, das es werden soll, die Hundefamilie aus der es stammt, darüber hinaus aber auch (ggf. im Falle eines Rassehundes) die Verantwortung für die ganze Rasse und genau genommen eigentlich die gesamte Hundepopulation.
    Natürlich kann man das ausblenden, aber das entbindet mich trotzdem nicht von meiner Verantwortung. Das ist die gleiche Kiste wie wenn ich abgepacktes Discounter-Fleisch kaufe. Ich unterstütze damit Billigfleischproduktion. Wenn ich Polenwelpen kaufe, dann mache ich mich mitschuldig an dem Leid, das die ganze Polenwelpen-Industrie mit sich bringt.
    Deshalb ist es einfach unglaublich wichtig, sich weitreichende Gedanken zu machen, aus welcher Quelle mein neues Familienmitglied kommt.

    Ansprüche die ich an meinen „Züchter“ stelle. (Ihr alle wisst, ich hab eine genaue Vorstellung darüber, was ein Züchter ist und was nicht. An dieser Stelle soll es aber lediglich die Person beschreiben, von der ich meinen zukünftigen Welpen bekomme, deshalb die Anführungszeichen.)

    Ich erwarte:
    - Dass die Auswahl der Elterntiere sorgfältig und sachkundig verläuft, immer mit Blick auf die geplanten Welpen (und den Nutzen für die Rasse). Dass mir der Züchter darüber Auskunft geben kann, wieso er genau diese Verpaarung gewählt hat. („Der war gerade da und billig“ ist kein Grund.)
    - Dass der Züchter mit mir offen darüber spricht, welche „negativen“ eigenschaften (körperlich, charakterlich…) in
    dem Wurf zu erwarten sind.
    - Dass er mich bei der Auswahl kompetent beraten kann.
    - Dass die Eltern gesundheitlich sachkundig durchgecheckt wurden. Wenn der Kuhdoktor den Hund mal anschaut und sagt „sieht doch gut aus“ ist das keine relevante Gesundheitsuntersuchung. Bei einer Rasse/Mischung mit erhöhter HD-/ED-/PRA-/DCM-(usw.usf.)-Gefahr, erwarte ich z.B. ein kompetentes Gutachten vom Experten. Nur auf diese Weise kann die Gefahr für die Welpen, später an diesen Krankheiten zu leiden, realistisch eingeschätzt und ein passender Partner ausgewählt werden.
    - Dass die Elterntiere charakterlich einwandfrei sind.
    - Dass ich die Elterntiere auch kennen lernen kann. (bei Rassezucht reichen auch Informationen über Herkunft, Aussehen, Eigenschaften und Stammbaum des Rüden)
    - Dass die Elterntiere gut zusammen passen und sich in ihren Eigenschaften ergänzen.
    - Dass der Züchter in der Haltung und Erziehung dieser Hunde kompetent ist.
    - Dass die Hunde im Haus und mit engem Familienanschluss aufwachsen um bereits das Familienleben und die Geräusche im Haushalt kennen zu lernen. Zwingerhaltung/Welpenhaus geht überhaupt nicht. Ich möchte auch im Haus sehen, dass dort Welpen aufwachsen und nicht nur zur Präsentation hereingeholt werden.
    - Dass die Welpen mit möglichst vielen positiven Reizen in ihrer Umwelt aufwachsen. Auf verschiedenen Untergründen spielen, auch mal kleine welpengerechte Ausflüge unternehmen, erste Autofahrten unternehmen.
    - Dass nach Möglichkeit auch schon Kontakt zu anderen Tieren und Kindern besteht.
    - Dass die Welpen hochwertig ernährt und gut gepflegt werden.
    - Dass die Welpen geimpft und gechipt sind.
    - Dass keine Welpen am Fließband produziert werden. Mehr als ein Wurf pro Jahr finde ich schon problematisch.
    - Dass der Züchter sich wirklich Gedanken macht, Verantwortung übernimmt und versucht, die Hunde nach bestem Wissen und Gewissen in passende Familien zu vermitteln. Ich möchte auch nach 14 Jahren meinen Züchter noch kontaktieren können, wenn ein Problem mit seinem Welpen auftritt und dass er dann ein offenes Ohr für mich hat. Klar gibt es immer mal unvorhergesehene Situationen, aber wenn ein Züchter 50% Rückläufer hat oder 30% der Hunde im Tierheim landen, oder auch nur zu Hause auffällig werden, dann ist was faul.
    - Dass nicht bei Kleinanzeigen inseriert wird

    Kurz zusammengefasst: Ich erwarte ein hohes Maß von Sachkunde und Sorgfalt, sowie viel Engagement und Liebe in der Aufzucht. Eine einwandfreie Sozialisierung und charakterlich, sowie gesundheitlich die besten Voraussetzungen für mein neues Familienmitglied. Das bin ich meinem Welpen einfach schuldig.

    Auch wenn es mir unterstellt wurde – und da wurde ich definitiv falsch verstanden – es ist mir nicht wichtig, dass mein Hund ein hübsches Blatt Papier mit ein paar Stempeln drauf hat.
    Mir ist auch eine Anerkennung der Rasse durch den F.C.I. nicht wichtig.
    Ich bin ein großer Freund der altdeutschen Hüter. In den richtigen Händen.
    Ich finde X-Herder sind tolle Hunde. Aber auch diese Hunde werden mit Sinn und Verstand auf ein Ziel hin verpaart. (Ausnahmen bestätigen auch hier wieder die Regel). Ja, manchmal ist es einfach sinnvoll, oder wenigstens nicht verkehrt, Rasse A mit dazu passender Rasse B zu verpaaren um für einen bestimmten Zweck einen tauglichen und brauchbaren Hund zu erhalten. Arbeitsrasse x Arbeitsrasse, Hüter x Hüter, Jäger x Jäger. Von mir aus auch Jäger x Begleithund,… es muss halt passen und Sinn ergeben. Vom Gros der Welpen müssen dann die gewünschten Eigenschaften zu erwarten sein, sonst hat man sich nicht genug Gedanken gemacht...

    Mir ist auch durchaus bewusst, dass bei Weitem nicht jeder VDH-Züchter das Gelbe vom Ei ist. Es menschelt eben in jeder Branche, aber wenn man wachsam ist, sich informiert und sein Gehirn einschaltet (jaa, ich weiß, Welpen sind immer süß und manchmal tun sie einem so leid und müssen gerettet werden…) dann kann man mit etwas gesundem Menschenverstand schon die Guten rausfiltern. Ist halt Arbeit, aber auch das bin ich den Tieren schuldig.

    Mir ist außerdem vollkommen bewusst, dass es bei manchen Rassen wirklich die klügere Wahl ist, sie in der Dissidenz zu kaufen. Aber: Auch in der Dissidenz ist nicht alles Gold was glänzt. Auch hier ist der Käufer gefragt, sich zu engagieren, zu recherchieren, sich zu informieren und die verantwortungsvollste Wahl für den Hund zu treffen.

    Ja es gibt sie, die wirklichen, echten Ups-Würfe. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass ich einen engagierten Hundehalter habe, dem einmal ein Missgeschick unterläuft. Später kommt das nie wieder vor. Die Welpen werden liebevoll und nach besten Kräften aufgezogen und sorgfältig sozialisiert, die neuen Besitzer werden aufmerksam ausgesucht.
    Einer Bekannten ist das einmal passiert. Ihre Hündin hat sich in der Läufigkeit aus dem gekippten Kellerfenster gequetscht und kam trächtig zurück. Die Welpen wurden gut vermittelt und sind jetzt, 10 Jahre später (so sie denn noch leben) alle noch in der Familie, die sie als Welpen übernahm.
    Das ist der einzige echte Ups-Wurf, der mir persönlich bekannt ist.
    In meinen Augen spricht nichts dagegen, einen Welpen aus so einem echten Ups-Wurf zu übernehmen. Gegen eine Schutzgebühr. Niemals wäre ich dazu bereit, für so ein Tier 500€ oder mehr zu zahlen.

    Was ich allerdings selbst im Bekanntenkreis zur Genüge kennengelernt habe: Vermehrer.
    Da kennt man Menschen, ist befreundet, weiß, dass diese intelligente, umsichtige Leute sind,.. und dann schleppen sie einen Hund vom Vermehrer an. Hunde, auf die nicht die Hälfte der oben genannten Kriterien zutreffen. Hunde, die nicht sozialisiert sind, nicht wesensfest, bei denen die Elterntiere nicht feststehen, bei denen die „Züchter“ die wildesten Geschichten erzählen. Da werden angeblich reinrassige Hunde verkauft, die mit 6 Monaten gar nicht mehr nach diesen Rassen aussehen. Dann ist doch irgendwie der falsche Rüde drüber gerutscht (selbst im Bekanntenkreis gehabt, den Fall). Da werden Ups-Würfe an den Mann gebracht (und ich hatte noch davor gewarnt) und ein Jahr später steht die Käuferin bei mir und sagt „Die inserieren ständig neue Würfe, das sind ja doch Vermehrer, kann man da nichts dagegen tun?“
    Ja doch, kann man: Nicht kaufen!
    Bei vielen Hunden kann man dann noch froh sein, dass sie hoffentlich nicht aus Polen kommen. Bei anderen schreit einem schon die ganze Situation ‚Polenwelpe!!‘ ins Gesicht.
    Auch im Bekanntenkreis: Ach wie süß, kleinen Wuschel auf Kleinanzeigen gefunden, man kam hin, war der letzte vom Wurf, der noch übrig war, keine Mutter da, keine anderen Hunde,….
    Geändert von mottine (06.08.2017 um 19:58 Uhr) Grund: Kleinanzeigenname

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    AW: Züchter, Vermehrer, Dissidenz… Woher hole ich mir einen Welpen?

    Hast du schon mal die Tipps vom Hundeflüsterer gelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem!?

  3. #2

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    AW: Züchter, Vermehrer, Dissidenz… Woher hole ich mir einen Welpen?

    Hallo Tiarvi, danke für den ausführlichen Beitrag. Wir sind im Moment auf der Suche nach einem Großpudelzüchter (würden aber auch einen älteren GP nehmen) und ich muss ehrlich sagen, dass ich mir das nicht so schwierig vorgestellt habe. Bei einer Züchterin hatte die Mutterhündin Angst vor uns und die Welpen haben keinen besonders sozialisierten Eindruck gemacht. Wir suchen weiter und sind für jeden Tipp dankbar. Vielleicht könnte man ja hier im Forum eine Liste mit Züchtern einstellen, die einem positiv aufgefallen sind?
    LG Laura

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  4. #3
    Avatar von Tiarvi
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    AW: Züchter, Vermehrer, Dissidenz… Woher hole ich mir einen Welpen?

    oh danke Laura. Das ist auch ein ganz wichtiger Punkt:

    - Die Hunde im Haushalt müssen einen gepflegten Eindruck machen und (der Rasse entsprechend) offen, aufgeschlossen und unbefangen sein.

    Aber irgendwie läuft das ja auch unter 'charakterlich einwandfrei'.
    Wie Du schon sagst, wenn die Mutterhündin ängstlich ist, werden das auch die Welpen.
    Ihr habt richtig gehandelt, indem ihr dort nicht kauft.

    Wenn niemand mehr Hunde bei schlechten Züchtern kauft (was natürlich utopisch ist, aber trotzdem), nur dann hat man eine Chance, etwas zu verändern.

    Eine Liste mit guten Züchtern finde ich allerdings etwas schwierig, da es ja so viele verschiedene Rassen gibt, das würde ewig lang werden.

  5. #4
    Moderator Avatar von mottine
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    AW: Züchter, Vermehrer, Dissidenz… Woher hole ich mir einen Welpen?

    Was Du erwartest ist ein Idealbild, was sollte, was auch viele leisten, aber nicht alle, können.

    Vieles ist nämlich auch schwer....ich rede mal von Züchtern, die ich kenne. Zähle aber auch nur grob auf.

    Klar versucht jeder auch gut zu beraten, aber den Welpen wirklich zu 100% zuzuordnen, finde ich, ist nicht möglich. Der Welpe, der sich beim Züchter so zeigt, für den Züchter genau zum Käufer paßt, kann sich dann im neuen Zuhause dann doch ganz anders entwickeln, weil die neuen Besitzer anders mit ihm umgehen, als der Züchter es getan hätte.

    Oft fällt auch mehr als ein Wurf, weil Züchter 2-4 Hündinnen hat. Denn die berühmte Hobbyzucht....eine Hündin, die nur 2-3 Würfe in ihrem Leben hat, gibt es so nicht mehr. Bei mehreren Hündinnen, dann noch eigenen Kindern im Haus, die Freunde zu Besuch haben.....da leben die Hunde oft zeitweise im Zwinger, meist nachts.
    Denn Hunde und Kinder unbeaufsichtigt lassen, macht auch kein verantwortungsvoller HH.

    Mit ca. 4 Wochen ziehen die Welpen vom Haus in den Zwinger, weil (rede von meiner Rasse) 10-14 Welpen, drinnen nicht mehr zu händeln sind, gerade auch geruchstechnisch, was alles zerlegt wird, evt. noch verschluckt. Da geht dann die Sicherheit vor. Was aber heißt, das es einen Welpenspielplatz gibt, denn es soll ja geprägt werden.

    Vermittlung....man kann keinem Käufer in den Kopf schauen. Anders gibt es auch Züchter, wo ich nicht kaufen würde.

    Kontakt.....ja, unterschiedlich. Leider ist es oft so, das nach Abgabe Kontakt noch erwünscht ist, aber doch irgendwann einschläft. Wichtig bleibt der Kontakt, wenn man selber in die Zucht möchte oder der Züchter Leihmiete vereinbart hat, man gute Prüfungen läuft, also "Werbung " macht.
    Hat der Hund was, wie bei Lexa, wird jeglicher Kontakt sofort abgebrochen, auch, wie ich bei mir finde, wenn der Züchter nichts dafür kann.....einfach mal ein "tut mir leid", wäre nett gewesen, aber es kam nur ein "ich bin selber schuld, das ist bei mir passiert", war schon heftig, denn genetisch bedingte Autoimmunkrankheiten kann ich meinem Hund nicht übertragen.
    Hat ein Züchter 3 Würfe im Jahr, bei 10 Welpen, denke ich, ist es normal, wenn er nicht jeden einzelnen mal anruft, aber ich fände es gut, wenn er sich über eine Mail freut und sich dann rückmeldet.

    Und ja, ich finde auch einen Wurf o.P., der einmalig zu 100% durchdacht ist, ok, weil ich das auch kenne. Beide Eltern haben die ZTP, sind zu 100% gesundheitlich über den Verband/TA geprüft, und es soll ein Wurf fallen, weil man selber einen Welpen als Nachfolgern haben möchte, die anderen schon vergeben sind.
    Man möchte halt nur keinen Zwingernamen eröffnen, den Zuchtwart bezahlen etc.
    Aber die Welpen werden gechipt und entwurmt abgegeben, haben Ahnennachweise und können so oft noch nachträglich über Verband Papiere erhalten, und kosten somit auch genauso viel wie mit Papiere.

    Aber die Kleinanzeigenhunde.....man man man. Wenn ich dann Herder sehe, die als Mali verkauft werden. Wenn schon der Malinois nicht mal korrekt geschrieben werden kann, wenn im Wurf schwarze Welpen mit weißem Brustfleck liegen, wenn wenn wenn........nein.

    Und ganz ehrlich: ich verstehe nicht, das auf die Kleinanzeigenverkäufer geschimpft wird, wenn Welpen zu Schleuderpreisen und/oder krank verkauft werden.
    Für mich sind die Käufer die "Bösen", denn würden die endlich begreifen, gewarnt wird genug, sich schlau machen, dank Internet und TV ist das ja auch möglich......und aufhören zu glauben, für 300€ bekommt man seinen Traumhund zum Schleuderpreis......und das auch noch Tip Top........zögern aber sofort, wenn ihnen ein Smartphone zum halben Preis angeboten wird.....da muß ja ein Haken sein.....genau!......

    Und ähnliches, falls Du noch Infos suchst:
    https://www.hundeforum.net/hundezuch...er-t30697.html

  6. #5
    Moderator Avatar von mottine
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    AW: Züchter, Vermehrer, Dissidenz… Woher hole ich mir einen Welpen?

    Mod:
    Mir so Listen ist das ein Problem, wenn ein Züchter das anders sieht, als der Käufer, der bei ihm war, und sich hier verleumdet wieder findet.
    Was der Käufer als z.B. als Angst empfunden hat, kann aber "normal" sein, Zurückhaltung vor Fremden.

  7. #6
    Avatar von Tiarvi
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    AW: Züchter, Vermehrer, Dissidenz… Woher hole ich mir einen Welpen?

    klar ist das ein Idealbild. Aber das ist es doch, was ich für mich definiere. Was ich haben möchte. Wenn dann der ein oder andere Punkt nicht erfüllt wird, dann muss ich mir überlegen, wie wichtig mir dieser eine konkrete Punkt ist.

    Ich kann jedenfalls sagen, dass Hermes' Züchterin ALLE diese Punkte erfüllt hat. Leider musste sie aus gesundheitlichen Gründen mit dem Züchten aufhören. Wir haben uns wieder umgeschaut und haben nun eine andere Züchterin gefunden, die auch ALLE diese Punkte abhakt. Es gibt sie also, aber klar, man muss sich dahinter klemmen und suchen.
    Wir haben dafür auch extra in den anderen Zuchtverband geschaut, weil in unserem keiner mehr dabei war, der uns 100% überzeugt hat.

    Wir als Käufer haben doch die Macht. Und eben auch die Verantwortung, nur die Guten zu unterstützen und die schlechten eben auszuhungern. Leider stellen sich noch viel zu wenige Welpenkäufer ihrer Verantwortung.
    Geändert von Tiarvi (06.08.2017 um 19:34 Uhr)

  8. #7
    Moderator Avatar von mottine
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    AW: Züchter, Vermehrer, Dissidenz… Woher hole ich mir einen Welpen?

    Nein, kam falsch rüber, für mich ist es das ja auch, nur leider schaffen das nicht alle Züchter, auch wenn sie wollten, das versuchte ich zu erklären.

    Ich habe auch oft gedacht....und bin hinterher schlauer gewesen, weil falsch gedacht. Bei Besuchen und Gesprächen super, hinterher war einiges "Fake" für den Käufer.....

    Nur die Guten immer sofort von den Schlechten zu unterscheiden.....gerade bei eingetragenen Züchtern.....nicht immer einfach. Siehe Lexa......

  9. #8
    Avatar von Tiarvi
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    AW: Züchter, Vermehrer, Dissidenz… Woher hole ich mir einen Welpen?

    Nein nein, ist natürlich überhaupt keine leichte Sache.
    Deswegen ist es mir ja so wichtig, immer und immer wieder darauf hinzuweisen, auf welche Punkte man achten sollte.

    Meine Erfahrungen bisher:
    Die besten Chancen auf einen annehmbaren bis guten Züchter hat man in einem anständigen Zuchtverband.
    Sicher gibt es auch unter den Leuten, die allein daheim MAL nen Wurf machen, gute Leute. Aber die sind soooo rar gesäht.

    Und mal ernsthaft. Wenn man es manchmal kaum oder auch gar nicht schafft, unter den VDH-Vereinen - die ja immer noch irgendwelchen Mindestanforderungen unterliegen - einen anständigen Züchter rauszusuchen. Wie soll man dann auch nur die geringste Chance haben, einen anständigen Kleinanzeigen Verkäufer zu erkennen?

    Für mich also eigentlich die einzigen vertretbaren Anlaufstellen für einen Welpen:
    Seriöser Züchter, Tierschutz oder echter Upps-Wurf, am Besten aus dem Bekanntenkreis, wo man weiß, was Sache ist und sich keine Geschichten herlügen lassen muss.
    Geändert von mottine (06.08.2017 um 19:58 Uhr) Grund: Kleinanzeigenname

  10. #9
    Moderator Avatar von mottine
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    AW: Züchter, Vermehrer, Dissidenz… Woher hole ich mir einen Welpen?

    Die besten Chancen auf einen annehmbaren bis guten Züchter hat man in einem anständigen Zuchtverband.
    Hierzu kann ich aber auch sagen: kranke Hunde erwischt...... kein Züchter hat Verantwortung übernehmen wollen.
    Nicht mal der Zuchtverband zeigte Interesse,

    Rüde wurde als Einhoder verkauft, Zuchtverband informiert, dort stand sogar im Abnahmeprotokoll: das beide Hoden abgestiegen seien. Am Telefon "regte" sich der Verband auf, passiert ist nichts.

    Welpe mit 4 Monaten, total kaputte Hüfte, wird so nur 2 Jahre alt, außer er bekommt neue Hüften beidseitig. Weder Züchter noch Zuchtverband informiert die Geschwister. Züchter hat erstmal nur seine HP zugemacht und verweigert jeglichen Kontakt zum Käufer, nun läuft alles über RA.

    Selber auch kranke Hunde von anerkannten Züchtern (VDH und Verbänden) gekauft, interessiert keinen.
    Das ist es doch, ist das Kind in den Brunnen gefallen, hat man Pech gehabt. Schau´ Dir doch die ganzen kranken Zuchten an. Sorry, bin grade etwas wütend drauf, weil man nichts machen kann......denn auch eingetragene Züchter sind keine Garantie.

    Kleinanzeigenverkäufer....das sind oft auch Züchter, die ihre Würfe ankündigen, weil nicht jeder gezielt auf ihre HP kommt, findet. Nur so macht man sich bekannt.
    Nehme ich den Mali/Herder/X-er......finde ich vieles aus Holland, Gutes, aber auch wo ich beide Hände vor die Augen halte......aber einen Frenchi....300€, da sollte mir klar sein, was ich bekomme.

    Anders.....werden die auch schon für 1.000€ verkauft, weil die Leute dann denken, das muß eine gute Zucht sein, wegen dem Preis.

    Schwer.....wichtig ist mir:
    ich will den Züchter kennenlernen, er sollte mir sympathisch sein, mir Fragen beantworten, auch wenn sie nervig sind, (meine Fangfragen). Er sollte mir seine Hunde genau beschreiben können, also ihr Wesen, nur so weiß ich auch, wie er sie kennt, mit ihnen lebt.
    Gesundheitszeugnisse, ZTP etc. Hier informiere ich mich auch über´s WWW (Ahnen, Nachzuchten, deren Gesundheit, Nachzuchten, Prüfungen etc.) und Käufer (Kontaktaufnahme) aus dieser Zucht/Linie.
    Die Hunde will ich natürlich auch selber erleben. Oft hat man nur die Möglichkeit, die Mutter zu erleben, selten auch den Vater.

    Eine gute Aufzucht, Prägung etc. setze ich auch voraus.
    Geändert von mottine (06.08.2017 um 20:10 Uhr)

  11. #10
    Avatar von KuNiRider
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    AW: Züchter, Vermehrer, Dissidenz… Woher hole ich mir einen Welpen?

    Man muss sie suchen, aber es gibt die guten und liebevollen Hobbyzüchter! Die Suche ist durchaus aufwändig und wenn man dann den Richtigen hat und man bei ihm auch einen guten Eindruck hinterlassen hat, kommt man erstmal auf die Warteliste, weil erst gedeckt wird, wenn eine ausreichende Zahl Käufer da ist. Da sind insgesamt schnell 1-2 Jahre rum

    Der Züchter unserer Freya ist so einer, wenn du mal einen weißen Schäferhund willst, der erfüllt deine Bedingungen denke ich zu 100%

    Ein gutes Erkennungsmerkmal ist imho auch der Vertrag! Sowohl dieser Hobbyzüchter als auch der halbprofessionelle Züchter (beide ohne Zwinger!) unserer Borderdame haben ein Weiterverkaufsverbot ihrer Welpen im Vertrag und garantieren die Hunde lieber zurückzunehmen! Und der BC-Züchter hat einen Bruder von unserer Lady zurückgenommen (zuerst hatte icj versucht den Besitzern zu helfen, aber denen gehört kein BC in die Hand!), erstmal 3 Monate die Fehlverhalten korrigiert und hat dann erst nach ein neues Heim für ihn gesucht und gefunden! Auch den kann ich empfehlen

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