1. #1

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    Spürhunde / Suchhundeausbildung????

    Hallo ihr Lieben, wir möchten gerne unsere 2 Jährige Altdeutsche Schäferhundedame zu einem anerkannten Spür/ Suchhund Ausbilden, kennt jemand in Westthüringen / Osthessen
    was wo man sowas machen kann? Momentan suchen wir mit Ihr mehrere Fährten und ab und an Mantrailing, was sie beides sehr erfolgreich macht und jede menge Spaß und Talent dabei hat und ich denke das man ihr Talent weiter Fördern kann. Nur weiß ich nicht wo ich mich da hinwenden kann, die Hundeschulen in unserer Umgebung bieten sowas nicht an , zumindest nicht das ich wüsste.
    danke schonmal.

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    AW: Spürhunde / Suchhundeausbildung????

    Hast du schon mal die Tipps vom Hundeflüsterer gelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem!?

  3. #2
    Moderator Avatar von mottine
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    AW: Spürhunde / Suchhundeausbildung????

    Ui, normal fängt man schon mit dem Junghund an, denn die Ausbildung, bis zum ersten Einsatz dauert schon lange, also wenn Du nicht "nur so", sondern in einer Staffel mit Einsätzen laufen möchtest, dazu gehört dann auch Deine Ausbildung.
    Ich würde mich mit der RH Staffel in Deinem Bezirk in Verbindung setzen.

    Was ich gerade sinngemäß nicht verstehe.....HuSchu´len bieten es nicht an, aber sie läuft schon erfolgreich. Wo trainierst Du denn dann schon? Dann wäre der Trainer ja auch schon eine Anlaufstelle. Viel Spaß und Erfolg!

  4. #3
    Avatar von Easy
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    AW: Spürhunde / Suchhundeausbildung????

    Ich sehe das wie Mottine. Hängt davon ab, ob du wirklich in den Rettungshundedienst möchtest, dafür bist du tatsächlich fast schon etwas spät dran, oder ob du das als Auslastung machen möchtest.

    Aber auch da würde ich dir empfehlen, dich gut schlau zu machen wer das anbietet und was diejenigen für Qualifikationen haben. Lass dir das zeigen und genau erklären.

    Viele Hundeschulen bieten Mantrailen mittlerweile an weil sie festgestellt haben, dass man damit prima Geld verdienen kann, das ist gerade "in" sozusagen. Da wird dann ein Wochenendkurs belegt und man nennt sich Trainer für Mantrailen. Da gehört aber definitiv schon mehr dazu um wirklich sinnvoll Hunde trainieren und aufbauen zu können, vor allem bei Anfängerhunden.

    Es kann auch viel falsch gemacht werden und ruckzuck ist ein Hund "versaut" und lernt Falsches. Zum Beispiel, wenn man anfangs nicht ordentlich darauf achtet, dass der Trail wirklich so gelegt wird, dass der Hund absolut spurtreu laufen MUSS und auf keinen Fall über Hochwinde den Geruch der versteckten Person in die Nase bekommen kann, dann kann man sich einen Hund heranziehen, der eben niemals lernt ordentlich spurtreu zu laufen sondern immer den Hochwind abschnuppert usw. Gerade am Anfang der Ausbildung ist sowas enorm wichtig. Später dann, wenn der Hund fortgeschritten ist und weiß was er zu tun hat, ist es nicht mehr so schlimm, da kann man durchaus auch mal über Hochwind abkürzen lassen und der Hund weiß dann aber immer noch wie´s eigentlich geht, aber mit einem Anfängerhund würde ich mich immer nur in Profihände begeben, die wirklich wissen was sie tun und das vernünftig und solide und mit Konzept dahinter aufbauen.

  5. #4
    Avatar von Jane
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    AW: Spürhunde / Suchhundeausbildung????

    Zitat Zitat von Easy Beitrag anzeigen

    Es kann auch viel falsch gemacht werden und ruckzuck ist ein Hund "versaut" und lernt Falsches.................... .
    Dazu hab ich jetzt ne Frage Easy.

    Hilft es dem Hund vorher Fährten gelernt zu haben?
    Da darf ja nicht abgekürzt werden.
    Geändert von mottine (07.08.2017 um 16:22 Uhr)

  6. #5
    Avatar von Easy
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    AW: Spürhunde / Suchhundeausbildung????

    Hallo Melanie,
    ich bin ja nicht die Fährtenexpertin, aber ich würde sagen nein.

    Fährten und Mantrailen sind zwei völlig unterschiedliche Sportarten. Beides wird zwar mit der Nase gemacht, aber da hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf. Wichtig ist auch, wenn man beides betreiben will, dass es zwei unterschiedliche Startrituale gibt, damit der Hund genau weiß, was jetzt grad gefordert ist, Fährten oder Trailen.

    Beim Trailen geht es nicht darum eine Spur sauber auszuarbeiten, die Winkel ordentlich zu machen usw. Sondern da geht es darum einen Menschen zu finden der ganz locker einen Weg entlanggegangen ist, ohne eben speziell und gezielt "Geruch zu hinterlassen". Der Geruch dieses Menschen verweht, ein Trail wird nicht ordentlich gelegt wie das bei einer Fährte der Fall ist bei der man genau weiß, wo denn der Geruch liegt. Das weißt du beim Trailen eher nicht.

    Wenn du eine Straße entlanggehst als Versteckperson kann es sein, dass der dich suchende Hund auf der anderen Straßenseite läuft, einfach weil es den Geruch da hingeweht hat, weil da vielleicht Büsche sind in denen sich der Geruch verfängt, oder weil da vielleicht Schatten ist und die andere Straßenseite liegt in der Sonne. Sonne ist anstrengender für Hund als Schatten. Oder vielleicht ist da eine Begrenzung, eine Mauer oder eine Hauswand und durch die Thermik drückt es den Geruch da hin weil vor ner halben Stunde dort die Sonne hingeschienen hat und die Wand noch warm ist und den Geruch quasi "anzieht". Also läuft der Hund 5 Meter neben dem Weg, auf dem die Versteckperson eigentlich gelaufen ist, und er hat aber trotzdem Recht damit.

    Oder wenn der Hund in eine Kreuzung läuft. Die allermeisten Hunde arbeiten eine Kreuzung systematisch aus. Wenn du den Hund schon gut lesen kannst siehst du direkt beim Reinlaufen in die Kreuzung welche Abzweigung die richtige ist, aber viele Hunde arbeiten erstmal noch alle anderen Möglichkeiten aus, weil eben auch in die anderen Straßen ein paar Geruchspartikel reingehweht wurden. Sie schauen erstmal kurz nach rechts, laufen dann über die Kreuzung geradeaus weiter und die Straße rein, drehen nach ein paar Metern wieder um, laufen dann nach links in die Straße, drehen wieder um, und laufen dann rechts rein wo sie zuallererst schon mal ganz kurz reingeschaut haben. Das musst du als Hundeführer sehen und deinem Hund helfen indem du ihm den Weg freimachst wenn er wieder umdrehen will.

    Beim Fährten hingegen bist ja immer deutlich näher hinter deinem Hund und schaust ihm quasi immer auf die Rute, das ist beim Trailen grad bei Kreuzungen eher nicht so, da gibst du auch mal die komplette Schleppleine raus (es sei dann man trainiert nach einem bestimmten System, aber das würde hier zu weit führen, ich bin eh schon voll die Plappertante bei dem Thema ).

    Ich hoffe, ich konnte das bissle erklären was die Unterschiede sind.

    Zumal es beim Trailen ja auch durchaus gewünscht sein kann, dass der Hund eben nicht die Spur sauber nachläuft sondern abkürzt. Stell dir vor, ein Mensch wird im Wald vermisst, irrt stundenlang durch den Wald, kreuzt seine eigene Spur mehrfach, und der Suchhund würde genau dem Weg so folgen wie der Vermisste gelaufen ist und sich stundenlang durch den Wald schnuppern. Das will man ja gerade nicht. Man will, dass der Hund lernt, frische von alten Spuren zu unterscheiden und immer der frischesten zu folgen um den Vermissten natürlich so schnell wie möglich zu finden. Das überfordert natürlich einen Anfängerhund. Das muss man behutsam aufbauen. Mal eine Verleitung legen (neu auf alt) und schauen wie reagiert der Hund usw.

    Genau deswegen ist es gerade für Anfänger so wichtig ordentlich aufgebaut zu werden. Sonst kannst nämlich einen Anfänger schwer verwirren, wenn du versehentlich ne Verleitung gelegt hast weil du nicht aufgepasst hast, und den Hund in ne andere Richtung drückst weil du meinst, dass es dort entlang gehen müsste. Damit kann man einen Hund nachhaltig verunsichern und ihm den Spaß am Trailen nehmen. Ich hab das mal erlebt, da hat eine Hündin Meideverhalten gezeigt sobald sie das Trailgeschirr gesehen hat. Wir haben Monate gebraucht diese Hündin wieder ganz behutsam und vorsichtig aufzubauen bis sie wieder Spaß am Trailen gefunden hat.

  7. #6
    Moderator Avatar von mottine
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    AW: Spürhunde / Suchhundeausbildung????

    Ja, das hast Du gut erklärt!
    Daher würde ich z.B. Stöbersuche auch eher mit Trailen vergleichen, als mit Fährten.
    Danke für Deine Mühen!

  8. #7
    Avatar von Jane
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    AW: Spürhunde / Suchhundeausbildung????

    Oh sehr schön erklärt, danke.
    Ja, der Unterschied ist mir klar, ich fragte nur nach weil du schreibst grad am Anfang des trailens wichtig eine Spur zu legen wo der Hund (noch) nicht ankürzen kann!

    Ich versuche seit ich es gelesen hab mich zu erinnern, ob mein/Maschas erster Trail so gelegt war.
    Aber ich kann mich beim besten willen nicht so exakt erinnern.

    Das war das Wochenendeinführungsseminar wo so viele neue Infos kamen, dass man einfach nicht alles aufnehmen kann. Man muss ja auf zig Dinge achten die später dann automatisiert dazu gehören.

    Die ersten Trails waren natürlich entsprechend kurz. Gerade aus, eine klare Biegung und wenn es nicht ganz klar ersichtlich war ob der Hund den Menschen nur zufällig fand wurde noch mal eine entsprechende Spur gelegt um das zu überprüfen.

    Ich hab seit dem auch bei einigen trails zugeschaut wo man einen sehr erfahrenen Hund zB auch mal leicht verwirrt hat indem man auf dem Rückweg über die Spur drüberlief, also gekreuzt hat.
    Aber nur die Begleitperson, so konnte man gut sehen ob der Hund tatsächlich der Versteckperson, oder vielleicht doch der Spur der Begleitperson folgt...

    Mein Gedanke war jetzt bloß, so legen, dass Hund nicht abkürzen kann, könnte mit der Fährte vergleichbar sein, da lernt er ja nicht abkürzen und auch nicht rückwärts gehen zu dürfn.

    Aber trotzdem zwei paar Schuhe, klar.

    Startsignale sind unterschiedlich, ja. Ich mach auch eins mit Geschirr und das andere ohne. Eins an langer Schlepp, das andere an normaler Leine.
    Denk drei markante Unterschiede sind okay.

    Hoffe, meine Zwischenfrage war nicht zu ot.

    Sowas wie Stöber-Verlorensuche mach ich ja auch, aber ich mach alles für die Hunde zur Beschäftigung/Spaß und für mich, weil ichs grad ganz einfach muss, um den eventuell späteren Kunden mal alles erzählen zu können. Ich gehe nicht mit den Hunden die ich grad hab in die Ausbildung.

    Ich glaub wenn ich das wollte würd ich mir so einen wunderschönen Bloodhound zulegen, ich mag die ja sehr

  9. #8
    Avatar von Easy
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    AW: Spürhunde / Suchhundeausbildung????

    Zitat Zitat von Jane Beitrag anzeigen
    Startsignale sind unterschiedlich, ja. Ich mach auch eins mit Geschirr und das andere ohne. Eins an langer Schlepp, das andere an normaler Leine.
    Denk drei markante Unterschiede sind okay.
    Da muss ich mal kurz nachfragen. Du benutzt nicht in beiden Sportarten ein Geschirr? Das halt ich schon für wichtig. Wie gesagt, bin kein Fährtenexperte, aber beim Trailen MUSS ein Geschirr getragen werden, der Hund soll und darf ja auch ziehen, das geht natürlich keinesfalls am Halsband.
    Heißt, du machst eines davon (Trailen oder Fährte?) am Halsband mit kurzer Leine oder wie muss ich mir das vorstellen?

    Was ich mit unterschiedlichen Ritualen eigentlich meinte sind unterschiedliche Kommandos. Meine Hunde haben ein ganz spezielles Kommando zum "anriechen", also wenn ich den Geruch der Versteckperson präsentiere, und dann ein weiteres Kommando wenn sie starten sollen. Das sind Worte, die ich ausschließlich dafür und für nix anderes verwende (ich benutze da sogar Worte in einer Fremdsprache um sicherzugehen, dass die niemals im Alltag fallen ).

    Würde ich zusätzlich zum Trailen noch Fährten, dann würde ich komplett andere Worte nehmen als Kommando, vielleicht das Ritual des Geschirr anziehens noch etwas abändern (beim Trailen ziehe ich das Geschirr immer direkt am Startpunkt an), aber trotzdem nur mit Geschirr und Schlepp arbeiten.


    edit: Ich bin ja gar kein Bloodhound-Fan, da gibt´s viele andere tolle Rassen die das mindestens genauso gut können - meine Erfahrung.
    Außerdem hab ich was gegen Dauer-Gesabbere, das ist nicht meins *sorry an alle, die sabbernde Hunde haben, wollte euch nicht auf den Schlips treten*
    Geändert von Easy (08.08.2017 um 14:18 Uhr)

  10. #9
    Avatar von Jane
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    AW: Spürhunde / Suchhundeausbildung????

    Verschiedene Kommandos auch, ja.

    Beim Trailen lasse ich sie kreisen und sich orientieren, nach dem sie mit der Nase in der Tüte steckte.
    Beim Fährten lasse ich sie ruhig neben mir sitzen und mit dem Wort "Such" gehts erst los, wenn sie entspannt neben mir sitzt, also völlig unterschiedlich zu dem was beim trailen passiert.

    Beim Fährten geht sie sehr langsam, sehr ruhig und sehr routiniert vor. Sie zieht da nicht in die Leine.
    Da hab ich die Leine am Halsband.
    Sie zieht nicht wie beim trailen. Sie geht langsam und ich schräg neben/hinter ihr.

    Und wie gesagt, wir machen das in sehr unregelmäßigen Abständen. Ich weiß gar nicht genau wie lang das letzte trailen schon her ist. Muss länger sein, sonst wüsst ichs noch.

  11. #10
    Moderator Avatar von mottine
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    AW: Spürhunde / Suchhundeausbildung????

    Ob auch @Alani mal wieder zu uns stößt?

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